Als 11 jähriger war ich Mitglied im lokalen Sportverein. Walter Martins war der Trainer.
Wir machten das, was man wohl Breitensport nennt. Laufen, Spielen, Turnen, eben all das
was den Körper bewegt. Walter Martins selbst lief. Er lief auch die 100km von Biel. Damals
war das eine Zahl. Gewaltig wohl, unereicht im persönlichen Leben. Aber mehr auch nicht.
Einmal brachte er einen Aufkleber mit. Rot. "100km Biel Bienne" stand da zu lesen. Er zierte
viele Jahre die Mittelstange meines Torpedo 3 Gang Fahrrades. Lange dachte ich der Lauf
geht von Biel nach Bienne. Die Geographie der Schweiz ist dem Norddeutschen eben fremd.
Ich wurde älter, den Sportverein habe ich verlassen. In der Schule brachte der Sport
Schwimmen, Basketball und anderes. Das Studium verlief mit einem Ausflug ins Trampolin-Turnen
unsportlich. Ebenso der berufliche Werdegang. Der Weg zu mehr Gewicht, keuchenden
Aufstiegen in den zweiten Stock und Brötchen holen mit dem Auto war vorgezeichnet.
Nachdem das vierte Jahrzehnt des Lebens fast zu Ende war, kamen die Rollerskates und die
Bewegung fand wieder ihren Platz in meinem Leben. Typisch Mann reichten die Runden um den
Teich irgendwann nicht mehr aus. Wettkampf! Der Vergleich mit den anderen Bäuchen musste
her. Natürlich auf historischer Streckenlänge. Skate-Marathon. Das lief gut. Die Zeiten wurden
besser. Also mehr. Doppelmarathon. Auch das funktionierte.
Nur das Wetter war oft gegen das Skaten. Und Strecken gab es auch nicht so viele. Auf der
Strasse gab es immer Ärger mit den Autos. Also nach über 20 Jahren mal wieder Laufen? Welche
Strecke? Marathon, na klar. 240 Kilometer Vorbereitung in 3 Monaten mussten reichen, weil
Familie, Job und Freunde nicht mehr Platz liessen. Und es hat für einen Zieleinlauf in
knapp 5 Stunden gerreicht. Ging doch. Und der Grössenwahn nahm seinen Lauf. Ein Jahr später
zweiter Angang, nur 60 Sekunden schneller. Die Lungenentzündung 6 Wochen vor dem Start
forderte ihren Tribut. Und nun? Marathon bergauf? Genau. Also den Jungfrau Marathon im
gleichen Jahr. Nur 10 waren langsamer, aber ich war glücklich und Endomorphin geduscht im
Ziel. Die 3400 vor mir konnten auch nicht glücklicher gewesen sein.
Es stand die Planung für 2006 auf dem Zettel. Hamburg Marathon, sowieso! Jungfrau
Marathon, Daumen drücken für einen Startplatz! Und im Sommer? Da kam die Erinnerung:
Mensch Du läufst doch jetzt. Hat Walter Martins doch auch gemacht. Wie hiess der 100km Lauf
noch. Biel. Google "Biel, 100km". Die ersten Rennberichte gelesen und der Grössenwahn war
wieder da: Ich bin angemeldet.
Februar 2006
Diesmal aber mit mehr als 3 Monaten Training - und dennoch ungewissem Ausgang. Heute
im Februar ist der Bieler 100km Lauf zentraler Punkt meiner Gedanken. Konnte ich den Marathon
fassen und mir des Zieleinlaufes relativ sicher sein, hier fehlt mir der Vergleich. Nachts
kreisen die Gedanken um die hölzerne Brücke nach einem 5tel der Strecke, dem Ho-Chi-Minh Pfad
nach der Hälfte, der Steigung bis km 80, dem Abstieg danach, dem 99km-Schild, dem Ziel. Viele
Rennberichte, Bilder und Trainingspläne hab ich aufgesaugt. Es ist als ob ich die Strecke schon
gelaufen bin. Bin ich aber nicht!
Wird die Nacht mich fressen? Kann ich am nächsten Morgen noch Laufen ohne Schlaf in der Nacht?
Nicht Durchschlafen und am nächsten Tag arbeiten kenne ich wegen unseren Kindern, aber gar
nicht Schlafen? Nicht mal ein kurzes Nickerchen? Falle ich ins Koma? Halten die Knochen? Arbeiten die
Muskeln? Und mental? Woran soll ich 14 bis 16 Stunden denken? Werden andere auch so langsam sein?
Oder muss ich allein laufen?
Noch sind es 3½ Monate und bereits jetzt sind Kollegen, Freunde und Familie genervt, weil
ich entweder laufe oder darüber rede. Ist der gedankliche Stress bis zum Start, nötig um
den Lauf zu ertragen?
Ich kann mittlerweile die Überschrift eines Laufberichtes "Vom Werde-Gang zum Lebens-Lauf"
gut verstehen. Biel, die 100km, das verändert den Menschen.
100km - was muss vorher laufen?
Training sind für die 100km von Biel wohl wichtiger als für jeden meiner Läufe bisher.
Glaube ich jedenfalls. Oder sagen zumindest die "Anderen", jene Anderen, auf die man
bei eigener Unsicherheit gern mal zurück greift.
Also habe ich erstmal viel trainiert. Dann zwickte es natürlich hier und dort. Also
weniger trainiert. Aber was ist richtig. Ich fand dann bei laufreport.de einen Trainingsplan:
"Die Wilde 13". Für Menschen wie Du und ich, die ihren ersten 100km Lauf machen wollen und
deren Ziel das Ziel ist. Und eben nicht eine bestimmte Zeit, sondern was dann heraus kommt,
13 Stunden oder auch ein paar Stunden mehr. Die Wilde 13 läuft bis
maximal 60km die Woche und hat einen Marathon als längsten Lauf. Das klang auf der einen
Seite nach wenig. Auf der anderen Seite haben einige mit dem Plan das Ziel schon erreicht.
Also ist das auch mein Plan.
Mut hat mir dann auch ein Artikel in der März Ausgabe eines Running Magazins gemacht, dass
man für den Wechsel von Marathon auf Ultramarathon eigentlich nichts weiter machen muss als
immer nur lange, langsame Läufe. Nix Tempo Training, nix Intervall, nur immer lange, lange
langsam laufen. Na das klang doch auch sehr gut, was nun?
Ich laufe jetzt nach dem Umfangsplan der Wilden 13 als Untergrenze für mein Training.
Streue doch hin und wieder auch mal eine - aus meiner Sicht - flotte Einheit ein.
Am 10.06.06, spätestens, wenn in Biel das Ziel dichtmacht, werde ich wissen, ob das so
richtig war.
Lese-Marathon zur Ablenkung
Lesen kann man über die 100km im Internet so einiges. Scheint so, als ob jeder der
besemmelt genug ist da mitzulaufen, auch allen anderen mitteilen will, dass er da mitläuft.
Ich bin also unter Gleichgesinnten. Das ist doch schon mal schön zu wissen. Alle nicht
Extrovertierten, die sich beim Lesen solch einer Seite fragen warum einer das alles so
ausbreitet: Andere Seiten sind nur einen Click weit weg. Gehet hin und findet Eure Seiten.
Ich aber freue mich über andere Berichte, kann ich doch meine "Weisheiten" aus ihnen
ziehen. Und letztlich hilft es vollständig den Überlick über richtig - falsch, sinnvoll -
unsinng u.s.w. zu verlieren. Am Ende ist man Anfang (letztlich ja auch das Ziel von Biel).
Jede Meinung findet sich im Internet, ebenso wie jede erdenkliche Gegenposition. Liest man
genug und pickt sich die passenden Stellen raus, so findet man seine eigene Sicht
bestätigt. Die Hilfe nach der Art "so wird das was", muss bei einem solchen Thema wohl
auch ausbleiben.
Dann wird aber doch verdächtig oft auf einen Bericht von Werner Sonntag verwiesen. Einmal
musst Du nach Biel.
Wirklich fast jeder zitiert diesen Artikel. Wobei er mal "Einmal kommst Du nach Biel",
"Einmal musst Du nach Biel", "Einmal sollst Du nach Biel" genannt wird. Als gründlicher
Mensch (diejenigen die mich kennen hören bitte augenblicklich mit dem Lachen auf, ja?) habe ich
mir also bei Amazon das Buch besorgt in dem auch besagter Artikel abgedruckt ist. Ich war
wohl zu doof es direkt zu finden, habe es antiquarisch gekauft und bin jetzt im Besitz
eines Exemplares, welches sogar eine Widmung des Autors aufweist. Muss also echt sein.
Und jetzt kommt es: Ich habe den Artikel dann sogar gelesen. Nun bin ich kein grosser -
auch kein kleiner - Literat, aber vermutlich würden diese Menschen dem Artikel etwas
abgewinnen können. Für mich hat sich das ganze gelesen wie die Problemschilderung der
Jugend des Autors. Ein paar Verzwickungen zum Lauf von Biel. Warum aber Menschen durch
diesen Artikel zu diesem Lauf motiviert werden, oder warum so viele das als gelungene
Schilderung des Laufs gesehen wird, kann ich nicht sagen. Vielleicht muss ich erst gelaufen
sein, um den Text für mich zu erschliessen? Ich werde es sicher hier ergänzen, wenn der
Lauf zu einer veränderten Wahrnehmung geführt hat.
Ich denke sowieso, jeder hat seinen Grund da zu starten, Grössenwahn, Midlifecrisis, Lust
am Laufen, schlechtes Fernsehprogramm, Nebenberuf als Blasenpflastertester, Spass an der
Kollegialität unter Läufern, ... was auch immer die Gründe sind: Hauptsache man möchte
laufen.
Muss der Kopf mit?
Der Kopf ist mit circa 5 bis 6 Kilogramm beim erwachsenen Menschen ein arger Balast. Und das nicht nur
als reines Gewicht beim Laufen. Insbesondere die Folgen seiner Inhaltsstoffe (hier im
wesentlichen das Gehirn) machen das Laufen mitunter schwierig. Anhalten, hinsetzen, faul
sein... das sind häufig folgen zu intensiver Beachtung der negativen Auswirkungen die vom
Kopf ausgehen. Bekannt auch als innerer Schweinehund.
Gerade bei einem langen Lauftraining, welches (zur Sicherstellung der Versorgung mit
Flüssigkeit und Nahrung), wiederholt über die heimatliche Veranda führt, sind die
Auswirkungen besonders gross.
Aber das kennt wohl jeder der läuft, und mal sein Training stark gesteigert hat. Neu für
mich ist die intensive Auseinandersetzung mit einem Lauf der noch gar nicht direkt vor der
Tür steht. Da steht in der Regel der nächste Trainingslauf und den habe ich im Griff.
Dieser Lauf findet erst im Juni statt und mach sich in meinem Kopf breit. Bereits oben
habe ich diesem Umstand ein paar Zeilen geopfert, muss mich hier aber wiederholen: Fast
alles hat plötzlich einen Bezug zum laufen und jedes Gespräch kann genausogut auch übers
Laufen geführt werden. Hier bewahrheitet sich: Laufen macht einsam! Keiner hört mehr zu.
Und alle für eine Teilnahme zu gewinnen ist utopisch.
So, und nun kommt das Internet. All die Gedanken, die im echten Leben keiner mehr hören
will, hier finden sie ihr Publikum. Und sicher wird der eine oder andere bis hier gelesen
haben. Und das ist gut so. Ziehet hin meine abstrusen Gedanken zu den Einhundert
Kilometern von Biel 2006 und verwirrt, begeistert oder nervt diejenigen, die hierhin
geklickt haben.
März 2006
Der Februar ist rum. Der März schreitet voran. Am 26ten soll es einen Halbmarathon
als kleinen Leistungscheck geben. Mit 1:54 bin ich so schnell unterwegs gewesen wie
nie zuvor. Und das trotz Regen und Matsch (ein Laufkollege verlor sogar seinen Schuh
im Schlamm).
Die 100km von Biel werden immer deutlicher sichtbar am Horizont. Der innere
Schweinehund ist auch schon ein steter Gast. 10,4km misst die sogenannte Nachtrunde.
Neulich waren 3 Runden zu laufen. Die erste schon langsamer als sonst. War doch etwas
viel die Woche. Die zweite Runde lief noch so gerade. Beim Getränke- und Verpflegungstop
auf der heimatlichen Veranda, die Dusche nur 3m Luftline entfernt, die Aussentemperatur
bei wohligen -2°C, die Lust beim absoluten Nullpunkt (für den Nichtphysiker -273°C).
Da war er dann, der fragende Blick nach innen, soll ich wirklich noch eine dritte
Runde laufen. Es ist 23 Uhr. Ab unter die Dusche. Aber dann ging es los auf die zähe
dritte Runde. Sie umkreist das Heim. Nirgends ist es weiter als 1,5 km um nach Hause
zu kommen. Geschafft, gut so, ein Schritt getan um in Biel das Ziel zu sehen.
Es wird schon!
Es läuft jetzt ganz gut. Bin ich in 2005 insgesamt circa 1000 Kilometer gelaufen, so sind es
bis Ende Februar jetzt schon über 350. Das ist gut, zwickt aber auch hier und da.
Von aussen betrachtet ist so ein Training im Winter - und der ist gerade noch mal
richtig zurückgekommen - schon schwer zu verstehen. Aber wenn es im Winter nicht
läuft, dann läuft es bis Biel sowieso nicht mehr richtig. 6 Monate sind schon knapp,
um einem Bürokörper 14 Stunden (oder mehr) laufen nahezulegen. Da sollte sich keine
Trainings-Pause einschleichen.
Darmgrippe macht in unserem Landstrich die Runde. Dass die Verdauung in der restlichen Familie spukt
und alle Klos belegt ist da nicht förderlich, scheint aber am laufenden Körper vorbei zu ziehen.
Sollte laufen doch "stark" machen? Besser wär das, aber noch bin ich nicht im sicheren Fahrwasser.
Der Virus ging dann tatsächlich an mir vorbei! Zunehmend bewegt mich aber doch auch die Frage
ob alleine laufen nicht zu einsam wird. Nun, am Donnerstag geht es mit Sven auf die Strecke.
30km ist gesetzt. 4 mal um die Alster. Aber danach ist noch offenes Ende.
Es wurden dann 6 Runden, also knapp 45km. Es lief noch Tatjana mit, die auch in Biel startet.
Am 30ten fallen dann sogar die 8 Runden! 60 Kilometer! In wechselnder Besetzung liefen Tatjana,
Kerstin, Sven, Nol, Ralph-Peter und meine Wenigkeit. 8 Runden habe allerdings nur
ich gemacht. Bin nur ich plemplem? Anbei die Kurven von Geschwindigkeit und Herzschlag.
Allein in Biel, läuft das auch? Die Frage taucht immer wieder auf. Ohne Fahrrad
Support reicht niemand die Regenjacke, wenn das Wetter umschwingt. Keiner hat einen
warmen Flies parat, wenn die Nacht doch kälter wird. Was man nicht trägt ist nicht
da. Auch Futter und Trinken gibt es nur vom Gürtel oder am nächsten Stand. Es ist
bekannt: Der ist immer dann noch 5 Kilometer weg, wenn es wirklich brennt. 5km, das sind
nach 60km wie viele Minuten Kampf mit dem Schweinehund? 30 Minuten? Nie und nimmer, der
6er Schnitt ist nicht der Weg zum Ziel. 35 Minuten? Ein 7ner Schnitt ist denkbar, aber
auch machbar? 40 Minuten, in 8 min/km sollte es doch wohl gehen, oder? Tja gehen, wenns in
Richtung 45 Minuten geht ist gehen wohl die richtige Bezeichnung für die Art der
Fortbewegung. Aber auch gehen soll ja am Ende schwer fallen. Und 45 Minuten sind eine
lange Zeit. Wenn man abgekämpft mit 500ml und ein wenig Futter durchhalten soll.
Kaufen, kaufen, kaufen...
Kann Konsum das Training ersetzen? Einige Laufgurus machen einen das ja glauben:
Pulver hier, Shirt dort, Uhr am Arm.... Und auch ich beruhige so
meine Seele. Die Uhr mit Speed-Sensor ersetzt/unterstützt das Körpergefühl. Der neue
Laufschuh ist noch so rechtzeitig da, dass er einige Kilometer an die Füsse kann bevor am
09.06.2006 um 22:00 eine circa 100000-fache Belastung der ausgeklügleten
Dämpfungselemente startet. Da bleibt die Frage: Schuh oder Körper, wer gibt eher
auf. Der Winterschlussverkauf brachte auch noch hyper-Schweiss-leitende
hochatmungs-aktive ultraleichte reflektierende Sportfasern.
Ja, so konsumgestärkt kann ja nichts mehr schiefgehen. An der Ausrüstung ist nicht
zu meckern. Restrisiko ist nur noch der Körper, und vielleicht gibts ja auch da bald
ein neues Modell günstig zu erstehen? Immerhin sinkt der Zeiger der Waage
kontinuierlich und so stellt sich schon ein neues Körpergefühl ein.
Und auch für den Rest des Jahres sieht es gut aus im März. Der Jungfrau-Marathon
hatte ein Einsehen und das Losglück bescherte einen Startplatz. So kann - wenn nach
Biel die Knochen noch leben - im September gleich noch die bergauf Variante gelaufen
werden.
Zweifel bleiben
Der letzte Absatz den Zweifeln gewidmet. Sie kommen
bekanntlich immer zum Schluss, in der Regel heftig und unpassend sowieso. Jetzt im
März sind sie da, aber beherschbar klein. Aber vieles fängt jetzt im März auch erst
an zu wachsen. Der Pessimist wird halt nur positiv, der Optimist nur negativ
überrascht. Was also tun?
Viel Spielraum ist ja nicht. Weiter laufen. Oder noch weiter laufen. Beides ist
sicher gut. Ich laufe also weiter. Durch die Nacht, den Schnee, den Regen. Allein.
Weil der Mitstreiter noch Technik verliebter ist als ich und meint das Laufband sei
die Bessere Natur. Variabel zudem in der Gegenwehr ("wenns kneift nehm ich die
Steigung raus"!), unterhaltsam ("ich kuck dann immer fern") und wahrscheinlich auch
kommunikativ im sogenannten Hygiene Bereich. Immerhin - zumindest ist nichts
Gegenteiliges bekannt - ist er noch auf der Pirsch.
Ich renne allein. Ohne Knopf im Ohr. Nur mein Freund der Schweinehund ist immer
dabei (und ab und zu ein Schreck, wenn mich ein Schatten überholt, weil eine Laterne
ungünstig stand, ja ich bin nicht sonderlich mutig!). Es sind schöne Dialoge, die
man mit diesem Viech führen kann. Argumente gehen ihm nie aus. In der Diskussion
senkt sich der Blick, die Schritte werden schwer... Aber wenn man ihm dann erklärt
hat, dass die Argumente gut sind, aber nichts gegen das "Aber ich kann auch
weiterlaufen!" ausrichten können, dann hebt sich der Blick und die Schritte werden
länger. Die Uhr kündete von 10 Sekunden weniger auf den Kilometer, die Nacht ist etwas heller
und es geht wieder für die nächsten Kilometer. Bis ein Windhauch ungeahnte Kälte bringt,
eine Steigung die 10 Sekunden wieder frisst, das Knie eine Pause will, der Stein im Schuh
doch eine Blase ist... und dann beginnt er von vorn der Dialog mit der inneren Stimme.
Bei 30km sind es vielleicht 4-8 Dialoge, je nach Tagesform und Witterung. Tendenz
zunehmend auf den letzten Kilometern. Kann man das auf 100km hochrechnen? Sicher werden es
einige. Und es wird sich zeigen ob "Aber ich kann auch weiterlaufen!" bis ans Ende
reicht. So oder so, hier wird es dokumentiert.
April 2006
Marathon zum Training
Noch gut zwei Monate bis zu den 100km von Biel. Der Hamburg Marathon ist
das Ziel in diesem Monat. Als Trainingseinheit. Die Frage für die 42.2 km
ist für mich nicht mehr "Ankommen oder nicht ankommen" - ankommen selbstverständlich.
Die Frage ist, wie und wo baue ich den Marathonwettkampf am besten ins Training
ein - Ultralangstreckenläufer-Feeling.
Zuerst sollte der Hamburg Marathon nach meinem Plan
nur langsam gelaufen werden, dann danach noch bis nach Hause laufen. Es sollte
der 60km Check werden. Der ist nun im März schon erfolgt. Gut so. Moving
Targets.
Was also nun für den Hamburg Marathon planen? Eine höhere Belastung
soll her. Also nicht langsam laufen sondern Gas geben und dennoch nach Hause
laufen? Das klingt doch nach einem vernünftigen Plan. Auch wenn ich nicht auf
die Idee kommen werde in Biel schnell zu starten, so ist doch ein am Limit
gelaufener Marathon eine harte Belastung. Wenn danach noch Kraft für mehr da
ist, dann wäre das ein gutes Zeichen.
Was aber ist das Pace-Ziel für Biel? Ich denke 7 min/km ist ein guter Wert. Das
über die ersten 60 bis 70 km gehalten, mit kleinen Pausen an den Verpflegungsstellen
sollte mich nach etwa 7 bis 8 Stunden auf 40 bis 30 km ans Ziel heranbringen. Dann blieben
noch 13 bis 12 Stunden für die letzten 40 bis 30 km. Da müsste mich doch dann auch
fast der Vierfüssler Gang noch ins Ziel bringen, oder? Oder!?! Da ist er wieder
der Zweifel ob der "ungewohnt" langen Strecke. Anders als im Training (wo gilt:
alles soll Spass machen und wenns zu sehr zwickt, dann höre ich auf, oder
trainiere mit angepassten Zielen) werde ich wohl in Biel auch noch laufen, wenn
der Spass schon wieder auf dem Heimweg ist. Aber passt dazu nicht sehr schön der
letzte Satz, den ich kürzlich gelesen habe: "War der Lauf nicht dein Freund, war
er dein Lehrer".
Laufen, laufen, laufen...
Laufen ist im Moment zentraler Dreh- und Angelpunkt. Und Laufspass ist ein Thema
dieser Seite. Viele sagen ja, dass laufen ihnen immer Spass bringt. Ich laufe auch
gern. Aber ich gebe auch zu, dass es Tage gibt, an denen ich nicht mit einem
Lächeln auf den Lippen in die regnerische Nacht zum Laufen aufbreche. Mitunter
kostet es Überwindung nicht in Ruhe zu Hause sitzen zu bleiben. Da nützen dann
auch angepasste Trainingsziele nichts. Loslaufen an so einem Tag ist erstmal kein
Spass!
Aber in der Regel geht es dann doch los. Und wenn ich dann laufe, ist auch
schnell der Spass wieder dabei. Selbst einer veregneten Nacht ist dann noch was
abzugewinnen. Bleibt die Frage, warum es dennoch hin und wieder so viel Überwindung kostet
loszulaufen...
Ist es vielleicht der Unterschied zwischen Laufspass und Loslaufspass? Das eine
gibt es und das andere nicht? Für mich deutet einiges daraufhin, dass es in diese
Richtung geht. Den Antrieb zu finden die Laufsachen zu nehmen, die Wärme
zugunsten des kalten Regens aufzugeben ist mitunter schwer für mich.
Der Hamburg Marathon
Kurz vorher zog eine leichte Erkältung auf. Halskratzen
und ein Anflug fiebriger Beine. War aber nur kurz und zum Wettkampf wieder weg.
Also flott losgelaufen den Marathon, 4 Stunden im Blick. 10km 57:49, zweite
10km 57:29, dritte 10km 1:01:34, vierte 10km 1:10:40, Zielzeit 4:23:06. Doch zuviel
gewollt? Nur lange Läufe und kein Tempotraining, dann sollte man eben auch 42,195 km
ruhiger angehen lassen.
Nachfolgend die aufgezeichneten Werte von Puls und Geschwindigkeit beim Hamburg Marathon.
Das Auslaufen nach dem Marathon wurde mehr ein AusGEHEN. Anwerfen des Laufmotors ging nicht
mehr auf den 15 Zusatz-Kilometern. Nicht weiter schlimm, im Gegenteil, Tempo-Obergrenze
ausgelotet.
Auf Biel gemünzt sind das bei 14 Stunden geplanter Zielzeit Abweichungen von 90min.
Das wäre ja OK. Weder bei 11:30 noch bei 15:30 würde ich traurig sein. In Biel
ist das Ankommen für mich alles, die Zeit ist eine Nummer auf der Urkunde. Schön
anzusehen, aber unwichtig im Vergleich zum Einlauf.
Ruhe vor dem Sturm
Jetzt dürfen die 100km von Biel aber auch kommen. Noch einen Monat warten?
Warten war noch nie meine Stärke.
Es soll endlich losgehen! 45km, 60km, "schneller" Marathon mit zusätzlichen 15km,
alle meine selbst definierten Tests sind erfolgreich absolviert. Der Mai wird dann
mehrheitlich Konsolidierungs-Training sein. Einzig am 9ten sind wieder 45plus geplant
(also 45 Kilometer als Minimum, aber weiterlaufen bis nicht mehr geht). Danach kommen
keine echten Belastungsproben mehr.
Es gibt ja auch Menschen, die noch am 20ten Mai den Rennsteiglauf als Training
für 100km von Biel einstreuen. Das ist mir aber zum einen zu knapp vor Biel. Zum
anderen würde der Haussegen da noch eine bedeutendere Schieflage bekommen, als
dies durch das Training ohnehin schon der Fall ist.
Fazit: Diese Ruhe vor dem "Sturm" kann ich gar nicht gut ab. Es fühlt sich
soweit gut an und wer weiss ob das so bleibt? Aber der Start zu den 100km von
Biel ist nun mal erst am 09.06.2006 22:00 ....
Juni 2006
Vor dem Start
Vor dem Start der 100km von Biel stand die Anreise. Bereits im Flieger nach Basel fanden
sich einige Läufer. Direkt hinter uns sassen drei Mädels mit denen wir ins Gespräch kamen.
Zwei liefen Staffel. Und Conny lief die 100km, allerdings in einer anderen Liga. Zielzeit
unter 10 Stunden, super wenn man das schafft, für mich und Sven war ankommen das Ziel.
Sonst nichts.
Im Zug nach Biel der erste leichte Schock: Oberleitungsschaden. Gut dass es noch eine
Verbindung ohne Umsteigen gab. Also Zug gewechselt und heil in Biel angekommen. Die Lago
Lodge war auch schnell gefunden, so konnte die Entspannung vor dem Lauf beginnen. Erst auf
der Wiese vor dem Zimmer, dann noch ein wenig im Bett. Gegen 17:00 kam dann der Aufbruch
Richtung Start. Mit kurzem Halt am Supermarkt - alle hatten noch Hunger - gings den 100km
entgegen.
Die Unterlagen hatten wir in der Eissporthalle schnell in der Hand. Nur leider stellte sich
heraus, dass wir keine Kleidung zur Wechselzone bei km56 senden konnten. Also so anziehen und
so planen, dass alles dabei war. Dann wieder Entspannung. Start war ja erst um 22:00 Uhr. Ob
ich wohl Kris noch sehen würde?
Endlich raus aus der Halle, noch 20 Minuten zum Start, und da ist auch Kris. Fein. Leider ist
sie schon in der "Anspannungsphase" vor dem Start und es reicht nur für ein Hallo. Wir stellen
uns in die Menge machen noch ein Foto, halten uns die Ohren zu, weil die Beschallung so
eingestellt ist das die halbe Schweiz mithören kann. Und es wird eh nur noch dieser oder
jene verdiente Funktionär erwähnt oder er sagt sogar selbst was. Und alles auf drei
Sprachen.
Da zählt doch was auf französisch rückwärts? Peng der Start. Wir laufen. Die ersten Meter
einer nicht fassbaren Strecke sind genommen!
Bis km 56
Die Nacht kann beginnen! Durch Biel geht es zügig voran. Wir müssen uns an unseren Plan in
den Laufphasen errinnen nicht schneller als 7 min/km zu laufen. Wir traben also mit dem Pulk
durch Biel. Es stehen viele Menschen an der Strasse und die Stimmung ist gut.
In den Randbezirken wird es schon dünner mit den Menschen. Haben die all die Berichte nicht
gelesen? Oder zieht die Fussball WM die Menschen vom wahren Highlight der Nacht ab? Aber auch
ohne Menschen an der Strecke kann man laufen.
Bei etwa km 7 kommt der erste Berg, wie geplant gehen wir hinauf, die Laufenden sind eh kaum
schneller. Alles ist prima. So ziehen wir unsere Bahn. Das Niveau unserer Witze (Unterhaltung
oder so) ist ziemlich dürftig, aber es geht hier auch nicht um den Pulitzer-Preis.
Ab circa km 30 wird es mit dem Reden eh weniger. Ab und zu laufen wir mit Lampe (bzw. Tatjana
macht ihre an, obwohl der Mond wohl reichen würde). Leider stellen sich auch erste Probleme
ein. Die Gehpausen werden häufiger. Sven wird langsamer. Es beginnen Diskussionen. Die
beiden wollen dass ich - weil wohl noch am frischesten - loslaufe.
Aber wir - die Bekloppten - wollten mindestens bis km 56 zusammen bleiben. Also machen wir
das auch. Auf den letzten 2 km vor der Wechselzone verlieren wir Sven dann doch. Aber etwa 5
Minuten später erreicht auch er den Posten bis km 56. Wir diskutieren kurz die Lage und
Sven bleibt zurück, will Pause machen und dann langsam das Rennen finishen.
Bis km 73
Tatjana und ich laufen also weiter. Es folgt der Ho-Chi-Minh-Pfad. Auch darüber gab es viel
zu lesen. Er ist auch schön. Ein Weg am Wasser entlang, mal schmal mal breiter. In der
Morgendämmerung leicht zu laufen. Es geht auch leicht bergab und ich muss Tatjana bremsen.
Immer wieder zieht sie an und wir laufen 6:30 min/km. Das wollten wir nicht. Auch wenn es
hier geht, wo wird dann die Kraft fehlen?
Noch ist es kalt - andere würden sagen kühl, ich fand es kalt - und damit reichten die
Abstände der Verpflegungsstelle für die Flüssikeitszufuhr. Aber gleich würde die Sonne kommen.
27 Grad. Dann sind die Abstände lang, zu lang? Ich werde dann jedenfalls nur mit voller 750ml
Flasche von den Verpflegungsstellen loslaufen. Sicher ist sicher.
Verpflegung: Wahrscheinlich machen sich noch einige Damen und Herren von den Ständen Sorgen
um meinen Zustand. Es gab fast immer Wasser, Isotonisches Getränk, Hypotonisches Getränk,
Tee, Bullion, Cola, Wasser - in dieser Reihenfolge - an jedem Stand. Und bis auf den Tee
habe ich auch an jedem Stand - in dieser Reihenfolge - von jedem Getränk einen Becher zu mir
genommen. Dazu dann eine bunte Mischung aus Bannane, Energieriegeln, Energiegel, Brot,
Apfelsine und Frühstücksfloken (trocken auf die Hand). Auch das immer alles und gemischt.
Ich fühlte mich jedesmal gestärkt, die Blicke sagten aber immer: Gleich kommt das alles
wieder hoch, gleich kommt das alles wieder hoch. Ich kann die Helfer beruhigen, es blieb
immer alles drin! Ich brauchte die Energie. Die Uhr sagt was von 11.000 KiloKalorien
Verbrauch. Das hab ich wohl auch locker oben wieder reingefüllt!
Ungefähr bei km 73 steigt Tatjana "aus". Sie hat einen langsameren Läufer gefunden und schickt
mich allein auf die letzen Kilometer.
Ziel
Noch 27 Kilometer und ich stehe am Fuss der Steigung vor Arch. Ich laufe mehr, gehe weniger und komme
gut bis zum steilen Stück. Hier gehe ich wieder die gesamte Steigung. Ich merke die Hitze,
aber ich fühle mich soweit sehr gut.
Im Abstieg laufe ich. Ich hatte von vielen gelesen, die hier rückwärts den Berg
hinabgestiegen sind. Ich bin froh, dass mir das erspart bleibt.
Meine Kollegen wachen auf und die eine oder andere SMS trudelt ein. Ich rufe zurück und
berichte, dass es gut läuft und freue mich diebisch über den Support.
Der lange Uferweg an der Aare macht mir dann doch zu schaffen. Ich merke, dass auch bei mir
irgendwann Schluss sein wird mit der Kraft. Aber noch läuft es gut. Bei km 90 (die ich um
09:25 Uhr erreiche) bin ich schon so dössig in der Birne, dass ich nicht mehr rechnen kann. Ich
bin bis da immer circa 41min auf 5km unterwegs gewesen. An dieser Stelle denke ich dass damit
14:00 Stunden Zielzeit nicht mehr möglich sind, dabei könnte ich sogar auf 47min auf 5km
abfallen und würde es noch schaffen. Ich denke da aber dummerweise "es wird nichts" und gönne
mir entspannt eine lange Gehpause.
Drei Kilometer später bemerke ich meinen Fehler, hänge aber auch in der letzten Steigung, die ich so gar
nicht mehr im Kopf hatte. Gas geben ist hier nicht drin. Ich versuche nicht noch mehr Zeit
zu verlieren. Es ist jetzt jeder Kilometer angezeigt. Bei km 99 sehe ich noch eine Chance für die
14-Stunden-Marke. Ich ziehe an auf einen 6 min/km Pace. Etwa 300m vor dem Ziel höre ich den
Stadion Sprecher. Auch er spricht von der 14-Stunden-Marke, ich ziehe weiter an. Ich laufe jetzt
einen 3:40 min/km Pace (sagt meine Polar 625). Mehr geht nicht mehr. Ich komme dann in
14:00:32 ins Ziel. Die 32 Sekunden habe ich an hundert Stellen liegen lassen. Schon am
Start, wo ich deutlich nach dem Knall unter dem Startbanner durchlief, d.h. als kleinen Trost
kann ich mir immerhin gewiss sein, dass ich von Startlinie bis Ziellinie unter 14 Stunden lief.
32 Sekunden. Bedeutet das etwas bei der Zeit, bei 100km, bei der Leistung angekommen zu
sein? Nein. Warum lasse ich mich dann so breit darüber aus? Weil ich die letzten 10 Kilometer nur an
"14 Stunden" denken konnte. Das mag lächerlich klingen, aber es war so. Balse an den Füssen?
14Std. Keine Kraft mehr? 14Std. Warmes Wetter 14Std. ... Als Douglas Adams Fan war ich
natürlich einigermassen entäuscht von mir. Ich hätte mehr über die 42 nachdenken sollen. Oder
hätte ich noch 10 Sekunden vor der Matte ausharren sollen? Leider ist mir diese Idee erst
später gekommen.
ICH WAR IM ZIEL!
Und nur das zählte. Jetzt schnell duschen und auf die anderen warten. Leider habe ich
Tatjana unter der Dusche verpasst (nein nicht beim Duschen - während ich duschte kam sie
an!!!) Zielzeit 14:22. Sven habe ich dann um 14:29 Uhr mit demnach 16:29 Stunden Laufzeit im
Ziel begrüssen können. Nun waren alle aus dem Team der Bekloppten da! Ein schönes Gefühl.
Alle hatten es geschafft.
Puls, Geschwindigkeit und Höhe habe ich während des ganzen Laufes aufgezeichnet. Deutlich sieht
man die Gehpausen, aber auch, dass es mir gelungen ist im Prinzip sehr konstant
durchzulaufen.
Ich muss auch sagen, nie wollte ich aufhören. Immer hat es Spass gebracht. Es zwickte hier und
dort, einige Strecken waren Mega langweilig, zum Teil war das Umfeld nicht so schön, aber es
gab auch die schönen Streckenabschnitte. Ich hatte keinen Kampf mit einer Stimme die mich
hiess anzuhalten. Das war eine schöne Erfahrung.
Kritik muss ich an den Abständen der Verpflegungsstellen äussern. Selbst bei 14Std. Zielzeit
waren die am Ende zu weit auseinander. Zwei 5 jährige Mädchen haben mir mal an der Are
Wasser gerreicht, was sehr hilfreich war - Danke nochmal von hier. Auch an die Dame, die mir
bei ca. km 92 nochmal Wasser gerreicht hat. Da sollte der Veranstalter mal überlegen, ob er
nicht auch ein Herz für die langsamen hat und am Ende mehr für diese Gruppe tun möchte!
Werde ich wiederkommen? Ja, ich würde gern in 2008 die 50te Wiederholung mitlaufen. Nächste
Jahr sollen es eher andere Veranstaltung werden.
Fazit:
Lange nicht der Kultlauf zu dem er immer gemacht wird. Aber ein schöner langer Lauf auf
nicht immer schöner aber abwechslungsreicher Strecke. Super nette Teilnehmer, freundliche
Organisation mit kleinen Mängeln in der Versorgung. Aber alles in allem: TOLL!!!!
Rückblick
Was war also nun mit der Vorbereitung? Alles Richtig gemacht? Ich denke unter den
Rahmenbedingungen: Ja! Ca. 1100 Trainings KM in 2006. Details siehe im folgenden Bild. Oben
immer pro KW das was der Laufreport fÜr die Wilde 13 empfohlen hatte. Darunter immer pro KW
was ich gelaufen bin. Rechts dann Auswertung ob ich in der Woche weniger (rot), 80% (orange)
oder genau bzw. mehr gelaufen bin als im Plan stand (grün). Noch weiter Rechts die
Jahressumme kleiner 90% rot, 90-99% Orange, 100% und mehr wäre dann grün gewesen :-)
Für mich ganz wichtig waren die langen Läufe über 45, 40, 57 und 52km. Die haben mir doch
viel Ruhe und Sicherheit gebracht. Auch scheint mein Körper sich dort gut an das viele Essen
beim Laufen gewöhnt zu haben. Also: kann ich nur empfehlen.