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Laufbericht vom 100 km Lauf in Biel 2007: Monika Fischer in 10:31:58 Stunden

Von Rang 22 bei Kilometer 38,5 auf Rang 12 im Ziel, mit allen vier Zwischenzeiten im Text.

Der Bericht zur Ausgabe 2007 ist der einzige der Sammlung, der seine Zwischenzeiten vollständig auflistet, und schon deshalb der brauchbarste für alle, die ihr eigenes Rennen einteilen wollen. Er beschreibt ein Rennen, das von hinten aufgerollt wurde: in der Frauenwertung von Rang 22 bei Kilometer 38,5 auf Rang 12 im Ziel.

Die Zwischenzeiten

Vier Messpunkte stehen im Text, jeweils mit dem Rang in der Frauenwertung und in der Altersklasse. Bei 38,5 Kilometern 3:59:22 Stunden, Rang 22 und 8. Bei 56,1 Kilometern 5:50:06, Rang 20 und 7. Bei 76,6 Kilometern 8:01:57, Rang 13 und 2. Im Ziel nach 100 Kilometern 10:31:58, Rang 12 und Rang 2 in der Altersklasse W40. Der Verlauf zeigt eine gleichmässige Einteilung: die zweite Hälfte kostete 4:41 Stunden gegenüber 5:50 für die erste, was in Biel mit seinen Steigungen in der zweiten Hälfte eine ungewöhnlich geringe Verlangsamung ist.

Geplant war ein Tempo zwischen 6:30 und 7:00 Minuten pro Kilometer. Gelaufen wurde von Beginn an etwas schneller, aber ohne das Gefühl, zu drücken. Die Anstiege wurden wie bei den meisten im Feld gegangen, aber straff marschiert, und diese Minuten zugleich zur Verpflegung genutzt. Die Uhr zeigte im Ziel 650 Höhenmeter an.

Wetter und Ausrüstung

Der Freitag brachte Dauerregen, der erst am Abend aufhörte. Beim Start lagen die Temperaturen um 16 Grad, die Strassen waren wieder trocken, die betonierten Wirtschaftswege dagegen nicht: in der Dunkelheit tauchten knöcheltiefe Pfützen und Schlammlöcher auf. Während des Laufs gab es nur noch kurze Schauer. Getragen wurden ein Singlet, darüber ein Halbarm-Shirt, Tights und Ärmlinge, dazu Kappe, Stirnlampe und Flaschengurt. Die Kappe wurde nicht gebraucht.

Die Verpflegung lief zweigleisig. Mitgetragen wurden eine Flasche Wasser mit einer Prise Salz und halbierte Riegel, was an den ersten Posten Zeit sparte, weil dort noch dichtes Gedränge herrscht. Ab etwa Kilometer 50 kamen Wasser, Cola und gelegentlich ein Stück trockenes Brot von den Ständen dazu. Die Begleitung per Auto hat, anders als eine Velobegleitung, Lücken: sie ist nur dort, wo die Strasse hinführt und wo die Absprache gehalten hat.

Die Nacht und der Morgen

Die Beschreibung der Streckenstimmung ist eine der genauesten der Sammlung. Nach der Durchquerung von Biel wird es schnell ländlich: Geruch nach Landluft, im Licht der Stirnlampen eine Gruppe Kühe, eine Maus über der Fahrbahn, sonst das Getrappel der Laufenden und die Rücklichter der Begleiträder. In den Dörfern sassen die Menschen wegen der milden Temperaturen bis drei Uhr morgens vor den Wirtschaften und Festzelten. Danach wurde es merklich stiller.

Der Emmendamm zwischen Kilometer 55 und 65 wurde noch in völliger Dunkelheit erreicht und in einer Reihe hintereinander genommen, über Wurzelwerk und durch Pfützen, ohne Sturz. Bemerkenswert ist die Beobachtung zur Müdigkeit: sie kam nicht in der tiefen Nacht, sondern als es wieder hell wurde. Ab Kilometer 65 wurde es wirklich anstrengend, und die Augen, an die Dunkelheit gewöhnt, wollten die Landschaft gar nicht mehr ansehen. Der erhoffte Sonnenaufgang mit Morgenrot blieb aus; die Sonne kam später und wurde gemeinsam mit einem Mitlaufenden begrüsst.

Bei Kilometer 78 folgte ein kräftiger Anstieg und danach ein langgezogenes Gefälle, das den Oberschenkeln mehr abverlangte als der Anstieg. Auf den letzten zehn Kilometern kamen kurze Gehpausen dazu. Bei Kilometer 90 waren für die letzten zehn Kilometer noch rund 62 Minuten übrig, was ohne Gehpausen leicht gewesen wäre und mit ihnen nicht; bei Kilometer 97 war klar, dass 10:30 nicht mehr aufgingen. Das Ziel kam nach 10:31:58.

Was der Bericht für die eigene Planung hergibt

Erstens: die Zwischenzeiten. Wer sie neben die eigene Zielzeit legt, sieht, wie eine gleichmässige Einteilung in Biel aussieht, und dass ein Aufrücken um zehn Plätze in der zweiten Hälfte nicht durch schneller werden entsteht, sondern durch weniger langsamer werden. Zweitens: die Müdigkeit kommt mit der Dämmerung, nicht um drei Uhr. Wer den Einbruch für die Nacht einplant und ihn im Morgengrauen bekommt, plant an der falschen Stelle. Drittens: eine Autobegleitung ist keine Velobegleitung, und ab der Mitte des Rennens sollte die Versorgung auch ohne sie aufgehen.

Häufige Fragen

Welche Zwischenzeiten nennt der Bericht von 2007?

Vier: 3:59:22 Stunden bei 38,5 Kilometern, 5:50:06 bei 56,1 Kilometern, 8:01:57 bei 76,6 Kilometern und 10:31:58 im Ziel. Der Rang in der Frauenwertung verbesserte sich dabei von 22 auf 12.

Wie waren Wetter und Boden?

Der Freitag brachte Dauerregen bis zum Abend. Beim Start lagen die Temperaturen um 16 Grad und die Strassen waren wieder trocken, die betonierten Wirtschaftswege dagegen nicht: dort standen knöcheltiefe Pfützen. Während des Laufs gab es nur kurze Schauer.

Wann kam die Müdigkeit?

Nicht in der tiefen Nacht, sondern mit der Dämmerung. Ab Kilometer 65, als es wieder hell wurde, wurde der Lauf wirklich anstrengend. Das ist die häufigste Fehleinschätzung bei der Planung einer Nacht, die um 22:00 Uhr beginnt.

Wie viele Höhenmeter zeigte die Uhr?

650 im Ziel. Die Anstiege wurden gegangen, aber straff marschiert, und diese Minuten zugleich zur Verpflegung genutzt.

Kiesiger Feldweg mit Pfützen nach dem Regen zwischen offenen Feldern (AI-generiertes Bild)
AI-generiertes Bild