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Verpflegung und Begleitung beim 100 km Biel: 18 Posten, der Drop Bag und die Velobegleitung

Alle fünf bis sechs Kilometer eine Gelegenheit. Das verändert nicht nur, was man trägt, sondern auch, was man üben muss.

Start Biel22:00LyssWechselOberramsernWechselKirchbergSa 10:00BibernSa 14:30BürenSa 16:30Ziel BielSa 19:00
Die 100-Kilometer-Strecke mit 18 VerpflegungspostenJeder Strich ist ein Verpflegungsposten, die Kreise sind die Kontroll- und Wechselpunkte mit ihren Schliesszeiten. Schematische Darstellung, nicht massstabsgetreu.

Auf der 100-Kilometer-Strecke von Biel stehen 18 Verpflegungsposten, dazu 8 Sanitätsposten. Das ist im Schnitt alle fünf bis sechs Kilometer eine Gelegenheit, und für einen Strassenultra dieser Länge ist das grosszügig. Der Halbmarathon hat 3 Posten, die Zehn-Kilometer-Strecke einen, und nach dem Zieleinlauf kommt ein weiterer.

Diese Dichte verändert die Planung grundlegend. Wer alle fünf Kilometer trinken kann, muss nichts tragen, und wer nichts trägt, läuft nach zwölf Stunden anders als jemand mit zwei Litern auf dem Rücken. Die eigentliche Frage ist deshalb nicht, wie viel man mitnimmt, sondern was man an den Posten tatsächlich verträgt.

Was im Training entschieden wird

Die Verpflegung ist der Teil der Vorbereitung, der am häufigsten ausgelassen und am häufigsten bereut wird. Über sieben bis zwanzig Stunden ist der Magen ein limitierender Faktor wie die Beine, nur mit weniger Vorwarnung. Ein Gel, das im Halbmarathon funktioniert, kann in der zehnten Stunde unbrauchbar sein, und das merkt man nicht am Renntag zum ersten Mal, sondern man sollte es vorher gemerkt haben.

Praktisch heisst das: die langen Trainingseinheiten werden mit der Verpflegung gelaufen, die auch im Rennen benutzt wird, und zwar in derselben Menge und im gleichen Abstand. Wer plant, an jedem zweiten Posten etwas zu essen, übt das. Wer auf eigene Riegel setzt, testet sie in der Müdigkeit, nicht am frischen Sonntagmorgen.

Ein zweiter Punkt, der leicht übersehen wird: nachts isst man anders. Der Appetit sinkt in den Stunden vor dem Sonnenaufgang messbar, gerade dann, wenn die Reserven am tiefsten sind. Feste Nahrung wird um vier Uhr morgens für viele unangenehm, und wer nur auf sie gesetzt hat, hat in der wichtigsten Phase keine Alternative. Flüssige Kalorien sind an dieser Stelle nicht eleganter, aber sie funktionieren.

Der Drop Bag als Wendepunkt

Der Drop Bag für die 100 Kilometer wird auf der Place Publique bei der Tissot Arena abgegeben, spätestens um 21:30 Uhr, also eine halbe Stunde vor dem Start. Erreichbar ist er in Kirchberg, nach rund zwei Dritteln der Strecke. Das Gepäckstück aus Kirchberg wird anschliessend nach Biel zurückgebracht.

Dieser eine Punkt ist logistisch der wichtigste des ganzen Rennens, weil er mit dem Übergang von Nacht auf Tag zusammenfällt. In den Beutel gehört, was für die zweite Hälfte gebraucht wird und für die erste nur Gewicht wäre: trockene Socken, ein Wechselshirt, Sonnenschutz, die eigene Verpflegung für die letzten dreissig Kilometer. Nicht hineingehört, was man in der Nacht schon braucht.

Velobegleitung ab Lyss

Die Velobegleitung ist eine Besonderheit von Biel und verändert die Verpflegungsfrage komplett. Sie setzt nicht am Start ein, sondern in Lyss. Treffpunkt für die Begleiterinnen und Begleiter ist um 20:45 Uhr im Startbereich bei der Tissot Arena, die Abfahrt nach Lyss erfolgt um 21:00 Uhr unter Polizeibegleitung. Eine individuelle Anreise nach Lyss ist ebenfalls möglich, empfohlen werden die Veloroutten 24, 8 und 64 oder der öffentliche Verkehr.

Für die Begleitung gelten klare Regeln. Die Startnummer muss sichtbar am Velo hängen. Essen an den Verpflegungsposten ist erlaubt. Vorausfahren zum nächsten Posten ist erlaubt, entgegen der Laufrichtung zurückfahren nicht. In Lyss ist die Einbindung der Begleitung individuell und wird nicht betreut; als Sammelpunkt dient der alte Viehmarktplatz.

Wer eine Begleitung hat, kann die eigene Verpflegung über die ganze zweite Hälfte verteilen statt über einen Drop Bag. Wer keine hat, plant über die offiziellen Posten und den Beutel in Kirchberg. Beides funktioniert, aber die Entscheidung gehört an den Anfang der Planung, weil sie eine zweite Person und deren Nacht betrifft.

Wenn es nicht weitergeht

Bei einem Ausstieg soll man sich nach Reglement bei einem Verpflegungs- oder Sanitätsposten melden, sofern kein akutes Problem besteht. Das Personal veranlasst auf Wunsch einen Rücktransport nach Biel, und zwar von den offiziellen Kontrollpunkten aus. Mitgenommen werden nur Personen mit Startnummer. Wer sich nicht meldet, löst unter Umständen eine Suche aus, deren Kosten der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer angelastet werden.

Für die Stafetten gibt es keinen Rücktransport; deren Läuferinnen und Läufer organisieren die Rückfahrt selbst, und in den Wechselzonen stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Bibern ist über die Bibertalstrasse nicht erreichbar, weil sie während des Laufs gesperrt ist.

Häufige Fragen

Wie viele Verpflegungsposten gibt es auf der 100-Kilometer-Strecke?

18, dazu 8 Sanitätsposten. Auf der Halbmarathonstrecke sind es 3 Verpflegungsposten, auf der Zehn-Kilometer-Strecke einer, und nach dem Zieleinlauf kommt ein weiterer.

Muss ich eigene Verpflegung mitnehmen?

Nötig ist es nicht. Bei einem Abstand von fünf bis sechs Kilometern reicht eine kleine Flasche für die Strecke zwischen zwei Posten. Wer bestimmte Produkte braucht, gibt sie in den Drop Bag oder an die Velobegleitung.

Wann und wo gebe ich den Drop Bag ab?

Auf der Place Publique bei der Tissot Arena, bis spätestens 21:30 Uhr. Erreichbar ist der Beutel in Kirchberg, also nach rund zwei Dritteln der Strecke; danach wird er nach Biel zurückgebracht.

Ab wo darf mich jemand mit dem Velo begleiten?

Ab Lyss. Treffpunkt für die Begleitung ist um 20:45 Uhr im Startbereich, die Abfahrt nach Lyss erfolgt um 21:00 Uhr unter Polizeibegleitung. Eine individuelle Anreise nach Lyss ist ebenfalls möglich.

Was gilt für die Velobegleitung unterwegs?

Die Startnummer muss sichtbar am Velo hängen. Essen an den Verpflegungsposten ist erlaubt, Vorausfahren zum nächsten Posten ebenfalls. Entgegen der Laufrichtung zurückfahren ist nicht erlaubt.

Was passiert, wenn ich aufgeben muss?

Ohne akutes Problem meldet man sich an einem Verpflegungs- oder Sanitätsposten. Von den offiziellen Kontrollpunkten aus wird auf Wunsch ein Rücktransport nach Biel veranlasst, allerdings nur für Personen mit Startnummer. Für die Stafetten gibt es keinen Rücktransport.

Kiesiger Feldweg mit Pfützen nach dem Regen zwischen offenen Feldern (AI-generiertes Bild)
AI-generiertes Bild